VerandaCheck

Terrassenüberdachung selbst bauen

Selbst montieren spart im Schnitt 40 bis 50 Prozent gegenüber montieren lassen. Mit zwei Personen und normalem Werkzeug gut machbar — aber seien Sie ehrlich zu sich selbst über Ihr handwerkliches Niveau: ein schiefes Fundament oder ein undichter Fassadenanschluss kostet mehr als der Unterschied.

Ablauf (1–2 Tage zu zweit)

  1. 1

    Fundament und Absteckung

    Pfostenpositionen festlegen, Fundamentlöcher ausheben (frostfrei, in Deutschland 80–100 cm) oder Betonfundamente setzen. Rechtwinkligkeit mit der 3-4-5-Methode prüfen.

  2. 2

    Wandprofil montieren

    Waagerecht an die Fassade, im Mauerwerk verankert (Bolzenanker, alle 50 cm). Dieses Profil trägt die halbe Konstruktion.

  3. 3

    Pfosten und Rinnenbalken

    Die Pfosten exakt senkrecht ausrichten, den Rinnenbalken montieren und mit den Sparren an das Wandprofil koppeln.

  4. 4

    Dachplatten einlegen

    Polycarbonatplatten oder Glas in die Sparren schieben, Dichtungen andrücken, Abdeckleisten montieren.

  5. 5

    Ausbau und Optionen

    Seitenwände, Schiebewände, LED-Spots und die Regenwasserableitung anschließen. Alle Fassadenanschlüsse sauber verfugen.

Werkzeugliste

Worauf Sie beim Vergleich von Bausätzen achten

Profilstärke (Pfosten mindestens 120 × 120 mm), Dicke des Polycarbonats (mindestens 16 mm), Garantiezeit, und ob Fundament und Befestigungsmaterial enthalten sind. Anbieter, die daran sparen, sind auf dem Papier günstiger — und in Ihrem Garten teurer.

Prüfen Sie außerdem die Schneelastzone Ihres Wohnorts. Ein Bausatz, der für Zone 1 ausgelegt ist, gehört im Sauerland nicht aufs Dach. Seriöse Anbieter geben die Zone in den technischen Daten an; steht sie nicht dabei, fragen Sie danach.

Doch unsicher, ob Sie selbst bauen wollen?

Fordern Sie unverbindlich 3 Angebote von angeschlossenen Fachbetrieben an — dann haben Sie einen ehrlichen Vergleich zwischen selbst machen und machen lassen.

Überdachung zusammenstellen →

Auch nachlesenswert: was eine Überdachung kostet und ob Sie eine Baugenehmigung brauchen.